38 Säcke voller Unvernunft

Engagierte Lüttinger befreien Dorf von Unrat

Leider hatte Petrus seine Schleusen am Samstag, den 14. April nicht unter Kontrolle. Die 27 Helfer ließen sich vom "irischen Frühling" jedoch nicht davon abhalten, den Unrat, den verantwortungslose Zeitgenossen innerhalb eines Jahres im Fischerdorf hinterlassen hatten, einzusammeln und der Entsorgung zuzuführen. Sagenhafte 38 Säcke landeten schließlich im bereitgestellten Container. Besonders das Ufer der Xantener Südsee brachte so manche "Schätze" zu Tage. Grills, Gartenmöbel, Socken und eine große Menge teils zerstörter Flaschen zeugten von so manch wilder Party unzivilisierter Horden. Nach getaner Arbeit lud der Heimat- und Bürgerverein die durchnässten Sammler zu einem Imbiß ins Sportlerheim des SSV Lüttingen ein, wo die vorzügliche Bewirtung durch Carina Heveling für die Mühen entschädigte.

Feuerwehreinsatz an der Fischerhütte

"Schreckensbilder" entpuppten sich als Übung

Einen gewaltigen Schrecken jagte Vorstandsmitglied "Jö" Heveling den amtierenden Vorsitzenden Klaus Kaja ein: Während eines Konzertbesuches "servierte" der Geschäftsführer aktuelle Bilder eines Feuerwehreinsatzes an der Fischerhütte - es handelte sich jedoch - "Gott sei Dank" - um eine Übung der Löschgruppe Lüttingen, welche die Löschwasserentnahme am offenen Gewässer (Südsee) erfolgreich probte.

Neue Armbrust für die Pantaleon-Bruderschaft

Klaus Kaja übergibt Geschenk des HBV

Das Preis- und Königschießen gehört besonders in der niederrheinischen Region stets zu den beliebtesten Höhepunkten eines jeden Schützenfestes. Um die Attraktivität für die nicht unmittelbar beteiligten Zuschauer zu erhöhen und den Reglementierungen sowie steigenden Kosten bei Benutzung eines Kleinkalibergewehres zu begegnen, entschloss sich bereits vor 4 Jahren die St. Pantaleon-Schützenbruderschaft Lüttingen dazu, zukünftig auf eine pneumatische Armbrust "zu bauen" - zunächst jedoch leihweise, freundschaftlich unterstützt durch die Kameraden aus Alpen-Drüpt. Der HBV-Geschäftsführer Hans-Josef Heveling war es, der sich bald darauf für die Beschaffung einer eigenen Armbrust einsetzte und die finanzielle Unterstützung seitens des Heimat- und Bürgervereins in die Wege leitete. Nachdem Schreinermeister Gerd Janßen unter fachkundiger Anleitung die Armbrust erbaut hatte, konnte sie am Samstag, den 31. März 2012 feierlich übergeben und eingeschossen werden. Aus den Händen des HBV-Vorsitzenden Klaus Kaja nahm Oberst und Brudermeister Bernd Hußmann das Gerät dankbar entgegen. Anschließend gab die Schießstandgruppe der St. Victor-Bruderschaft Hilfestellung bei Ermittlung der Eckwerte für einen erfolgreichen Schießbetrieb. Bis zum Schützenfest, das vom 22. bis 25. Juni den Höhepunkt des Lüttinger Festreigens bildet, werden noch einige Nachbesserungen und Feinjustierungen vorgenommen werden müssen - schließlich sind viele physikalische Einflussfaktoren zu berücksichtigen.

Jahreshauptversammlung 2012

Souveräne Veranstaltung lässt Aktivisten verschnaufen

Die diesjährige Jahreshauptversammlung hielt der Heimat- und Bürgerverein Lüttingen e.V. am 15. März 2012 in der Gaststätte Dieter Janßen ab. Um 19:35 Uhr begrüßte der Vorsitzende Klaus Kaja die gut 30 anwesenden Mitglieder. Im Laufe des Jahresberichtsvortrages blicktern selbst die Aktivisten aus den Reihen der "12 Apostel" erstaunt drein, zu welchen Leistungen sie und der Vorstand im abgelaufenen Jahr im Stande waren. Eine hervorragende Kassenführung wurde Leo Sensen bescheinigt, der Vorstand erwartungsgemäß einstimmig entlastet. Der 1. Kassenprüfer Benedikt Rodermond schied turnusgemäß aus, Detlef Achterberg rückte entsprechend nach. Zum neuen 2. Kassenprüfer wurde Hans-Gerd Wonning durch die Versammlung bestimmt.  Wahlen zum Vorstand standen diesjährig nicht an, so dass der Verlauf der Versammlung sich zügig und souverän gestaltete. Für herausragende Leistungen für den HBV und das Dorf Lüttingen wurden Silvia Kruse, Werner Weniger, Hans-Gerd Wonning, Leo Sensen und Ludger Rodermond mit einem Jubiläumsteller geehrt.

Süßer die Bläser nie klingen...

Adventszauber auf dem Dorfplatz wieder ein toller Erfolg

Das Experiment ist geglückt: Zahlreich strömten die Lüttinger am vergangenen 3. Adventssonntag auf den Dorfplatz, um den "Adventszauber" des Heimat- und Bürgervereins zu genießen - und das, obwohl Chorgemeinschaft und Bläserkreis bedauerlichweise ihr alljährliches Konzert im Vorlauf der HBV-Veranstaltung aus terminlichen Gründen ausfallen lassen mussten. Die "Precken" ließen sich ihre Freude am vorweihnachtlichen Treiben jedoch nicht nehmen und verbrachten zwei gemütliche und zugleich besinnliche Stunden unter den Augen des "Lüttinger Knaben". 

Der Glühwein, ob mit oder ohne "Schuss", fand reißenden Absatz. Kinder stopften sich mit Wonne die "Hamsterbacken" mit Spekulatius und Kakao voll. Die Gäste honorierten nicht nur die zivilen Preise, sondern auch die mit viel Herzblut inszenierte Feier. Groß und Klein lauschten den weihnachtlichen Interpretationen des "Mixed Age Orchestra" unter der Leitung von Herrn Andreas Elders sowie den gekonnt vorgetragenen Versen und Geschichten von Frau Hiltrud Kaja, die teils nachdenklich machten, aber auch zum Schmunzeln anregten. Und schnell war das gefunden, was die Besucher in den hektischen Vorbereitungen vor dem Christfest suchten: "Entschleunigung" lautete die Devise - und es waren sich alle einig, dass diejenigen, die zu Hause geblieben waren, wirklich etwas Schönes verpasst zu haben schienen.

HBV besucht Gräber der Aircrew

Kranzniederlegung beendet Gedenken an Flugzeugabsturz

“I’m sure if Keith and Christopher were looking from above, they would have been very proud to be remembered in such style” (Ich bin überzeugt, wenn Keith und Christopher vom Himmel herabschauten, wären sie sehr stolz über den würdigen Rahmen ihres Gedenkens) schrieb Flight Lieutenant Lana Achilles dankbar und bewegt ob der Kranzniederlegung an den Gräbern des Militärfriedhofs Mönchengladbach-Rheindahlen. Am vergangenen Sonntag, dem britischen “Remembrance Day”, machte sich die sechsköpfige Delegation des Heimat- und Bürgervereins Lüttingen auf den Weg ins deutsche Hauptquartier der Britischen Streitkräfte, um als Abschluß der Feierlichkeiten zur Einweihung der Gedenktafel des Flugzeugabsturzes im Jahre 1971 der verstorbenen Besatzung zu gedenken. Ebenfalls zugegen waren die Angehörigen der Royal Air Force, welche auch den Feierlichkeiten im Fischerdorf beiwohnten. Gemeinsam verliehen sie der Ehrerbietung einen äußerst festlichen Rahmen. Die anschließende Einladung in das Training Center der Flying Cadets nahmen die „Apostel“ gerne an. Einem geführten Rundgang folgte eine typisch englische „Tea time“ und der obligatorische Eintrag ins Gästebuch. Der veranschlagte Zeitrahmen erwies sich als viel zu kurz, so daß weitere (Gegen-)Besuche verabredet wurden. Als Dankeschön überreichte der Kommandant der Ausbildungseinheit den Lüttingern einen limitierten Jubiläumsdruck der Royal Air Force. 

Sie gaben Ihr Leben hin, um unseres zu retten

Gedenktafelenthüllung am 8. Oktober 2011 bewegt Ehrengäste

Petrus meinte es gut mit dem Vorstand des Heimat- und Bürgervereins Lüttingen und bescherte der Veranstaltung zur Gedenktafelenthüllung zumindest eine trockene Phase im herbstlichen Grau, das die andächtige Stimmung wirkungsvoll untermalte. Ca. 20 Briten und weitere 80 Ehrengäste, darunter viele Zeitzeugen, fanden sich am Samstag an der Hagelkreuzschule in Lüttingen ein, um sich gemeinsam auf den Weg zur Gedenkstätte zu machen. Um 11:00 Uhr erklang wehmütig das Spiel des Tambourcorps Wardt, dem sich ein Dudelsackstück des Pipers Johannes Haase, seinerzeit Mitglied der RAF Pipes & Drums, anschloß. In seiner Rede betonte der Vorsitzende Klaus Kaja den Wandel der britischen Streitkräfte vom Besatzer über den verlässlichen Partner zum guten Freund, die letztendlich unter Einsatz ihres Lebens die deutsche Bevölkerung schützten. Bürgermeister Strunk dankte vor allem dem Initiator und Organisator Ludger Rodermond, welcher sich seinerseits gerührt zeigte ob der großen Unterstützung, die ihm von allen Seiten zuteil wurde. Superintendent Joachim Wefers sprach ein Gebet für die verstorbene Besatzung und den Frieden in der Welt. 

Der Staffelführer der 16 Sqn, S. J. Foote, war sehr ergriffen ob des feierlichen Rahmens und der stilvollen Vorbereitung. Er lobte die tiefgreifenden menschlichen Beziehungen, die daraus entstünden und zum friedlichen und freundschaftlichen Miteinander beitrügen. Ein kurzer Festzug zum Dorfplatz schloss sich an. Im Forum der Hagelkreuzschule wurden die Gäste von den "12 Aposteln" und ihren Damen mit niederrheinischen Spezialitäten verwöhnt, ein reger Gedankenaustausch schloss sich an. Historische Tagebücher aus der Zeit des Flugzeugabsturzes erregten großes Interesse. Ludger Rodermond überreichte Sqn Ldr S J Foote sowie dem Vorsitzenden des Royal Air Force Museum Weeze-Laarbruch, Helmut Hartmann, je eine Kopie der Gedenktafel. WDR und BFBS berichteten im Fernsehen von diesem denkwürdigen Ereignis. Um die Beiträge zu sehen, klicken Sie bitte auf die verlinkten Senderkürzel im vorstehenden Satz, den englischsprachigen Beitrag sehen Sie auch unten. Eine bemerkenswerte Fotostrecke veröffentlichte die NRZ. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Beitrag auf dieser Seite im unteren Abschnitt.    

Der 1. Samstag im September eines jeden Jahres lässt das Adrenalin in den Adern der „12 Apostel“, der Räuchergruppe des Angelsportvereins „Neunauge“ und vieler weiterer, fleißiger Helfer unseres Dorfes pulsieren: Das Fischerhüttenfest lockt Besucherscharen aus Nah und Fern an die Gestade der Südsee, um sich an frisch zubereiteten Fischspezialitäten und anderen kulinarischen Höhepunkten zu erfreuen. Es erfordert schon eine Menge Erfahrung im Handling und Logistik mit der empfindlichen Ware "Fisch". Schließlich soll er nicht nur frisch sein, sondern auch so schmecken. Musikanten aus dem Xantener Stadtgebiet intonieren dazu maritime Klänge und verleihen dem Treiben rund um die Fischerhütte eine einzigartige Atmosphäre. Zander, Hecht, Lachs und andere Fische brutzeln in den Pfannen der eifrigen Köche, ein würziger  Forellenrauch zieht  über die  Stände. Weingläser klingen unter dem großen Fallschirm, wo sich Hunderte Besucher gemütlich drängen, einfach genießen und den Alltag hinter sich lassen. Hier erleben sie echte niederrheinische Kultur. Wer dieses Fest versäumt, ist selbst Schuld. Im Jahre 2010 kredenzten wir erstmalig (und lange schon überfällig) einige hervorragende Weine aus der Pfalz, welche bei den Genießern großen Anklang fanden. Diese "Erfolgsstory" werden wir selbstverständlich fortsetzen. Wer mit diesen hervorragenden Weinen auch privat seine Abende verschönern möchte, darf sich diese natürlich gerne beim Weingut Dieter Mathieu in Edesheim selbst bestellen. Lassen Sie ihn sich schmecken!

Wohin unsere Erlöse "wandern"

HBV unterstützt vorrangig Projekte für die Lüttinger Jugend

Während die Mitgliedsbeiträge überwiegend für laufende Kosten (Unterhalt, Versicherungen) und Investitionen verwandt werden, kommen die aus dem Fischerhüttenfest und dem Adventszauber erwirtschafteten Gelder - nach Abzug der Sachkosten - ausnahmslos den Vereinen unseres Dorfes, und dort insbesondere der Jugendarbeit, zu Gute. So bezuschussen wir regelmäßig die Ferienmaßnahmen des Tambourcorps, die Kindererholung Bours/van Wesel, den Angelsportverein mit seiner Jugendabteilung, den SSV Rheintreu Lüttingen und - darauf sind wir ganz besonders stolz - die Lüttinger Tanzmäuse. Dank großartigen Einsatzes der Betreuerinnen verbucht diese quirlige Mädchentanzgruppe bereits überregionale Wettbewerbserfolge. Besuchen Sie unsere Tanzmäuse mal auf ihrer eigenen Website!